Regierung will Trinkkultur eindämmen

Regierung will Trinkkultur eindämmen

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Hochprozentiger Alkohol ist in Mosambik allgegenwärtig. Er ist günstig zu bekommen und lässt die kleinen und viele große Sorgen des Alltags verschwinden.

Keine Nacht vergeht, ohne dass unzählige Verkäufer, mit eisgekühlten Boxen, die weißen Sandstrände entlang laufen und Getränke an den Mann bringen. Darunter häufig hochprozentiges Schwarzgebranntes, dass gesundheitlich schwer bedenklich ist.

Die liberale Trinkkultur des Landes erlaubt das Trinken in der Öffentlichkeit. Offiziell ist der Konsum alkoholischer Getränke in Mosambik ab 18 Jahren erlaubt, dennoch ist es nicht ungewöhnlich, sondern fast schon trauriger Alltag, dass Minderjährige am Strand dem Vollrausch frönen.

Bisher hat es in Mosambik in Sachen Alkohol nur wenige Kontrollen gegeben. Das Mozambique National Health Department hat, in Zusammenarbeit mit der Schnapsindustrie, Maßnahmeregelungen aufgestellt, die in Zukunft ausgeführt werden sollen.

Dazu zählt, dass der Verkauf von Alkohol nach 20 Uhr eingeschränkt bzw. verboten werden soll. Außerdem sollen künftig Werbetafeln, die Jugendliche zum Alkoholkonsum verführen, verbannt werden. Zusätzlich soll der Verkauf an Minderjährige unter Strafe, auch wenn diese von Älteren zum Einkauf geschickt worden sind.

Ab wann diese Maßnahmen durchgesetzt werden sollen, steht noch nicht fest. Kritiker entgegnen den Verboten damit, dass die Regierung lieber die sozialen Probleme bewältigen sollte, dann würde die Bevölkerung auch keinen Grund mehr sich betrinken zu wollen. Der Alkohol bietet für sie doch nur einen Ausweg aus dem Leid des Alltags. Würde dieser verschwinden, wäre auch der Schnaps kein Thema mehr.

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