Simbabwe: Naturwissenschaft für Grundschüler

Simbabwe: Naturwissenschaft für Grundschüler

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Um Simbabwes Wissenschaft zu fördern, werden naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer an den Grundschulen eingeführt.

Zur Förderung wissenschaftlicher Interessen in der Bevölkerung von Simbabwe tritt die Regierung des Landes an die Kleinsten heran. Dafür werden ab sofort bereits in den Grundschulen naturwissenschaftliche Unterrichtsfächer unterrichtet. Durch die Anwendung von sogenannten Science-Kits sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, sich mit theoretischer Naturwissenschaft zu beschäftigen und Kenntnisse in Praxis umzusetzen.

Die Idee stammt aus einem Austausch der Bildungsministerien von Simbabwe und des Irans. Die bislang im Iran produzierten Scienec-Kits sollen demnächst auch in Simbabwe hergestellt werden können. Die Einzelteile stellen weiterhin iranische Hersteller zur Verfügung.

Währenddessen ist das simbabwische Bildungsministerium damit beschäftigt, Lehrer_innen im naturwissenschaftlichen Bereich stärker weiterzubilden. Das Lehrer-Schulungsprogramm STEM soll dabei helfen, Themen wie Entwicklung, Technologie, Naturwissenschaft und Mathematik an den Grundschulen zu implementieren. Um den Erfolg dieses Programms zu sichern, wurde die bisherige Fördersumme von 3 Millionen auf 5 Millionen US-Dollar angehoben. Von den 16.500 eingegangenen Lehrer_innen-Bewerbungen wurden bisher 2.500 Lehrer_innen in das Programm aufgenommen.

Kritisch betrachtet wird die mögliche Überforderung von Schüler_innen. Neben den bisher 15 Schulfächern, wie Mathe, Englisch und Agarkultur, die es in den vierten Klasse jetzt bereits zu absolvieren gilt, werden weitere hinzu kommen müssen.

Julien Vindal