Südafrika investiert in Energiezukunft der USA

Südafrika investiert in Energiezukunft der USA

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Sasol, das seinen Haupsitz in Johannesburg hat, plant, mit bis zu 14 Milliarden US-Dollar die erste kommerzielle Fabrik in den USA für die Umwandlung von Erdgas in flüssige Brennstoffe aufzubauen. Damit wäre es eine der größten Investitionen einer nicht-US-amerikanischen Firma in der amerikanischen Geschichte.

Mit Hilfe des sogenannten ‚gas-to-liquids‘ (GTL)-Prozesses wandelt Sasol Erdgas in flüssige Kraftstoffe, Schmieröle und andere chemische Produkte um.

Das Unternehmen hat die USA, speziell Louisiana, für ihre GTL-Anlage ausgewählt, da das Land über reichliche Vorkommen an Schiefergas verfügt, das bei dem umstrittenen Bohrvorgang des Fracking freigesetzt wird. Nach Angaben von Mike Thomas, Vizepräsident der USA-Abteilung von Sasol, sind die Preise für Erdgas in den Vereinigten Staaten die niedrigsten der Welt und die Infrastruktur für die petrochemische Industrie sei dort wahrscheinlich die beste die Welt.

Der GTL-Prozess wurde bereits in den 1920er Jahren entwickelt, aber aufgrund hoher Produktionskosten und günstigerer Alternativen in den 1950ern weitgehend aufgegeben. Nur in dem kohlereichen Südafrika wurde die Verbreitung ausgebaut, da Öl durch internationale Embargos während der Apartheid schwer zu beschaffen war. Heutzutage wandeln nur Sasol und Royal Dutch Shell kommerziell Gas in flüssige Kraftstoffe um.

Sasol plant, mit der Fabrik in Louisiana täglich 96.000 Barrel zu produzieren und damit 1.200 dauerhafte Arbeitsplätze in den nächsten Jahren zu schaffen.

Der Vorstandsvorsitzende David Constable fasst die USA-Pläne von Sasol zusammen: „Wir nehmen Sasols Technologie, die hier in Südafrika in den letzten 63 Jahren entwickelt wurde, und helfen den Vereinigten Staaten, energieunabhängiger zu sein und eine Versorgungssicherheit zu haben.“

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