Afrikanische Staaten versprechen Hilfe für Hungeropfer

Afrikanische Staaten versprechen Hilfe für Hungeropfer

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Der Großteil der Hilfszusagen in Höhe von gut 350 Millionen Dollar (umgerechnet mehr als 240 Millionen Euro) stammt von der Afrikanischen Entwicklungsbank, die bis 2013 insgesamt 300 Millionen Dollar bereitstellen will. Das teilte der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, am vergangenen Donnerstag  nach dem Treffen im äthiopischen Addis Abeba mit. Die AU-Mitgliedstaaten und andere Geber beteiligen sich mit mehr als 50 Millionen Dollar. Hinzu kommen Hilfsgüter im Wert von 28 Millionen Dollar.

Die Beteiligung am Sondergipfel zur Hungersnot am Horn von Afrika war überraschend gering. Von den Staats- und Regierungschefs namen lediglich Vertreter aus Äthiopien, Somalia, Dschibuti und Äquatorialguinea teil. Die AU mit ihren 54 Mitgliedsstaaten hatte zunächst nur eine Hilfe von knapp 350.000 Euro zugesagt, wobei die Bürger ihren Regierungen weit voraus sind. So habe eine einzige Spendenaktion in Kenia über vier Millionen Euro erbracht. Das sei mehr als die südafrikanische Regierung bereitstelle.

Um den Dürreopfern zu helfen, fehlen laut Angaben der Vereinten Nationen noch mehr als 700 Millionen Euro. Am Horn von Afrika herrscht derzeit die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Besonders betroffen ist Somalia, wo nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) mehr als 390.000 Kindern der Hungertod droht. In Somalia, Äthiopien, Eritrea, Dschibuti, Kenia und Uganda sind insgesamt 12,4 Millionen Menschen von der Hungerkatastrophe betroffen.

31.08.2011

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