Aufstände in Lilongwe

Aufstände in Lilongwe

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Die Regierung verbot Live-Übertragungen der Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein und errichtete Straßensperren, um die Aufständischen daran zu hindern, ins Zentrum der Hauptstadt vorzudringen. Dort waren mehrere Geschäfte geschlossen und zerstört worden, die unter anderem Eigentum von Mitgliedern der Democratic Progressive Party (DPP) sind.

Der Sprecher der Menschenrechtsorganisation "Malawi Human Rights Commission", Mike Chipalasa, berichtete von Straßenkämpfen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Dabei sei die Polizei äußerst gewaltvoll vorgegangen. Sie habe außerdem zwei Fahrzeuge von Mitarbeitern eines privaten Radiosenders zerstört, die zuvor die Ausschreitungen in Live-Übertragungen gesendet hatten.

Der Richter des Obersten Gerichtshofes, Chifundo Kachale, bezeichnete die landesweiten, von der Opposition und der Zivilbevölkerung organisierten, Proteste als illegal.  Vergangene Woche hatte England seine Direkthilfe an Malawi eingestellt, nachdem ein diplomatischer Streit mit der Regierung Mutharikas entbrannt war. England warf Malawi vor, die Wirtschaft zu vernachlässigen und Menschenrechte nicht zu beachten.

Malawi ist eins der ärmsten Länder der Welt, 75 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als einem Dollar pro Tag.

20.07.11

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