UK verschärft Anti-Einwanderer-Politik

UK verschärft Anti-Einwanderer-Politik

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Großbritannien verschärft den Ton gegenüber illegalen Einwanderern: Das britische Innenministerium verschickte vorige Woche an 39.100 Personen eine unmissverständliche SMS, in der es heißt: „Nachricht von der Grenzschutzbehörde. Sie sind aufgefordert, das Vereinigte Königreich zu verlassen, da Sie kein Recht haben, länger hier zu bleiben.“ Um diese SMS auszusenden, beauftragte das Innenministerium den privaten Dienstleister Capita, wie die britischen Zeitungen Guardian und Independent schreiben.

Das Vorgehen ist sehr umstritten, insbesondere, da unter anderem auch Bürger die SMS erhalten haben, die bereits seit Jahrzehnten in Großbritannien leben. Zwei Beispiele sind Suresh Grover, Gründer der Anti-Rassismus-Initiative „The Monitoring Group“ http://tmg-uk.org, und Bobby Chan, Fachanwalt für Einwanderungsrecht. Grover zeigte sich entsetzt über das Vorgehen und verwies darauf, dass er 1966 mit seinen Eltern aus Ostafrika eingewandert sei und seither schon immer einen britischen Pass besitze.

Mittlerweile haben bereits bis zu 400 Betroffene beim Innenministerium Beschwerde gegen das Vorgehen eingelegt. Capita erklärte unterdessen, dass es nur Einwanderer aus der Datenbank kontaktiert habe, deren Visa-Bewerbungen vom Innenministerium abgelehnt worden seien. Bei fälschlichen Kontaktierungen werde man einen Korrektureintrag vornehmen.

Die SMS-Aktion ist nicht die erste dieser Art gegen Einwanderer. Erst im Juli diesen Jahres hatte das britische Innenministerium mit großen Lieferwagen von sich reden gemacht, auf denen überdimensionierte Plakate angebracht waren. Die Wagen fuhren durch Viertel Londons mit hohem Migrantenanteil, und auf den großen Plakaten war zu lesen: „Leben Sie illegal hier? Gehen Sie nach Hause oder richten Sie sich auf eine Festnahme ein.“ Nach heftigen Protesten wurde die Kampagne von der Werbe-Aufsicht schließlich untersagt.

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