„Snare“

„Snare“

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Die kamerunische Schriftstellerin Priscilla M. Manjoh stellte in der Humboldt-Universität ihren neuen Roman "Snare" vor. Er ist einer der wenigen fiktionalen Erzählungen, die die afrikanische Community in Deutschland thematisieren.

Foto: Afrika Medien Zentrum

Priscilla M. Manjoh ist eine junge Autorin, Regisseurin und Schauspielerin aus dem kamerunischen Tiko. Sie erwarb ihren Bachelorabschluss für englische Literatur an der Universität von Yaoundé und ihren Master für englischsprachige Literaturen und Kulturen an der Universität von Potsdam. Gegenwärtig ist sie Doktorin für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Durch ihr Auslandsstudium in Deutschland lernte sie die Eigenarten der deutschen Kultur und die vielfältigen Probleme afrikanischer Einwanderer in Deutschland kennen. In ihrem Roman „Snare“ schildert sie das Leben junger Immigranten aus Kamerun, die ohne gültige Papiere in Deutschland leben. Die Hauptfigur des Romans Jerry lernt das Berlin der 90er Jahre mit all seinen Eigenarten und Tücken kennen. Wie seine Freundin Pamela, die später ebenfalls von Kamerun nach Berlin migriert, träumt auch Jerry von einem besseren Leben in der neuen Heimat. Doch die raue Wirklichkeit in Deutschland ist nicht das sorgenfreie Paradies, das sich Jerry und Pamela erhofften. Dadurch wird auch ihre Beziehung auf einige Proben gestellt. Priscilla M. Manjoh erzählt die Geschichte mit viel Witz und Ironie, verschweigt aber nicht die bitteren Seiten der Migration. „Snare“ ist einer der wenigen Romane über das Leben afrikanischer Immigranten in Deutschland und besticht durch sein lebendiges Narrativ und seine charaktervolle Darstellung der Personen. Demnächst erscheint der Roman im Buchhandel und wird einem breiten Publikum in Deutschland eine der berühmtesten Schriftstellerinnen Westafrikas bekannt machen.

René Czeszinski

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