Wohin mit den Migrant_innen?

Wohin mit den Migrant_innen?

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Mehr als 300 Migrant_innen sind von Italien nach Deutschland, genauer: nach Hamburg, gereist, um ein neues Leben zu beginnen. Seitdem schlafen sie auf der Straße, weil die Hamburger Stadtregierung ihnen keine Asylerlaubnis geben will. Die Ursache des Problems liegt bei den italienischen Behörden: Diese hatte den Migrant_innen 500 Euro und ein Schengenvisum gegeben. Einige Quellen behaupten, dass die italienischen Behörden mit diesem Geld und der Reiseerlaubnis eine Empfehlung gegeben haben, nach Deutschland zu reisen. Der Bürgermeister von Hamburg betonte in den letzen Tagen mehrmals, dass gemäß dem europäischen Recht das erste Land, wo Asylsuchende hinkommen, für die Migrant_innen verantwortlich sei. Diese Verantwortung solle nicht einem anderen Land zugeschoben werden. Darüber hinaus sagte er, dass einige der Migrant_innen nicht aus vom Krieg zerrissenen Ländern kommen und begründete so den Unwillen von deutscher Seite, die Menschen aufzunehmen.

Daraufhin demonstrierten die Migrant_innen vor dem Hamburger Rathaus mit dem Slogan „Wir haben nicht den Nato-Krieg in Libyen überlebt, um auf Hamburgs Straßen zu sterben.“  Die Hamburger Behörde wollte sie zurückschicken und bot ihnen eine kostenlose Zugfahrt nach Italien, doch die Migrant_innen lehnten diese ab, obwohl die italienischen Behörden bereit wären, die Migrant_innen wieder zurückzunehmen. Dass diese für die Ausreise bezahlt worden seien, wurde bisher offiziell nicht bestätigt.

Jetzt sind die beiden Regierungen in Schwierigkeiten. Auf der einen Seite kann Italien nicht alle seine Migrant_innen unterstützen, weil es einfach zu viele gibt, denn fast jeden Tag kommt eine neue Wolle aus Nordafrika. Auf der anderen Seite hat Deutschland bereits viele Asylsuchende unter anderem aus Syrien unterstützt und kann kaum mehr bewältigen. Aber was für eine Wahl haben denn diesen Migrant_innen, wie können sie weiterleben ohne Identität(en)?

Das Thema Asylsuchende hat in europäischen Ländern viele Seiten und schreit nach Reformen. Außerdem sollten auch afrikanische Länder Verantwortung übernehmen, um diese Probleme zu lösen.

Takeh Ethel-Dreder Asheh

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